Die Lieblingsdinge von König Ludwig II. – Eine Zusammenfassung

4532

Das Theater

Unbestritten gehört das Theater als solches zu den Dingen, die Ludwig II. mit Leidenschaft packten. Schon als Jugendlicher war er den Schriften von Wagner und den Werken Schillers angetan und sehnte seinem ersten Besuch im Hoftheater der Residenz München entgegen. Der Tag seiner ersten Wagner-Vorstellung blieb ihm Zeit seines Lebens ein Feiertag, an den er sich gern erinnerte. Ständig war er im Theater anzutreffen. Die Illusion auf der Bühne wurde für ihn Teil einer ganz privaten Wirklichkeit, die den meisten seiner Zeit fremd bleiben wollte. Doch wurde ihm das gaffende Publikum, das sich mehr ihm als der Kunst auf der Bühne zuwendete, zunehmend zur Last. Letztlich ordnete der König Separatvorstellungen an. Außerhalb des Spielplans durchgeführt gab es hier nur einen Gast – er selbst. Für einige Schauspieler war dies befremdlich, doch der scheue König konnte sich so ganz ungetrübt dem Vergnügen hingeben. Die Vorstellungen bezahlte er aus seiner eigenen Kasse. so blieb das Ganze eine private Sache. Doch dem nicht genug: Ludwig II. war auf Qualität bedacht. Er mischte sich in die Inszenierungen ein und hatte sehr klare, dramaturgische Vorstellungen. Unter ihm erreichte das Theater in München eine sehr hohe Qualität. Seine Anteil um die Kunst auf der Bühne ist unbestritten.

Tier: Der Schwan

Der Schwan ist zweifelsfrei das Lieblingstier von Ludwig II. Majestätisch stolz ist seine Erscheinung, symbolisch überhöht wird er durch die Lohengrin-Sage, die es dem Monarchen mächtig angetan hatte: Der Schwanenritter Lohengrin wurde in der Geschichte vom heiligen Gral erwählt, um im fernen Brabant der bedrängten Elsa beizustehen. Überall in den Schlössern Ludwigs II. finden sich Schwäne als Motive: in Gemälden, in den Kronleuchtern und der Schmiedekunst, im Porzellan und und und. Selbst die Brieftasche, in der er die Briefe Richard Wagners aufbewahrte, trug einen Schwan.

Parfüm: Chypre

Chypre ist französisch und heißt Zypern. Chypre hieß auch das Parfüm, das Ludwig II. gern verwendete. Der König legte bekanntlich viel Wert auf sein Äußeres. Wie die Kaiserin Elisabeth von Österreich berichtete, war „Chypre“ sein bevorzugtes Parfüm. Gern hüllte er sich in eine Wolke dieses schweren und süßlichen Duftes.